Individuelle Unternehmer, digitale Nomaden und Berater im Ruhestand: Die neue Arbeitswelt löst klassische Karrieremodelle auf. Ein Podcast von «Paul the Insurer» zeigt, warum Versicherungssysteme dabei zur stillen Grundlage dieser neuen Freiheit werden.
Im Podcast «Paul the Insurer» erzählt Gastgeber Paul von seinem Freund Eduardo Remolins – einem überzeugten Verfechter individueller Unternehmerschaft. In seiner eigenen Reihe «Mind Your Business» beschreibt Remelenz ein Modell, das ursprünglich von Konzernen wie Nike oder Apple geprägt wurde: Unternehmen besitzen kaum materielle Werte, sondern organisieren Netzwerke aus Produzenten, Dienstleistern und Kreativen.
Dieses Prinzip überträgt Remelenz auf Einzelpersonen. Sein Credo: Jeder kann Unternehmer sein – neben einem festen Job, in jungen Jahren oder auch dann, wenn der klassische Arbeitsmarkt keine Türen mehr öffnet.
Die neue Freiheit nach der Karriere
Paul selbst ist ein Beispiel für diese Entwicklung. Nach seiner Pensionierung arbeitete er zunächst klassisch: Büro in der Stadt, Assistenz, Fixkosten. Doch die Technik machte ihn unabhängig. Heute betreut er Kunden weltweit, organisiert sich über ein Netzwerk aus Grafikern, Marketingspezialisten, IT-Experten und Beratern.
Das Ergebnis: maximale Flexibilität. Arbeiten, wo man will. Mit wem man will. Ohne starre Strukturen. Für Paul ist das ein Luxus und möglich auch deshalb, weil er durch staatliche und betriebliche Pensionen finanziell abgesichert ist.
Wenn Freiheit auch Risiko bedeutet
Für viele andere sieht die Lage anders aus. Junge Selbstständige, Quereinsteiger oder ältere Gründer haben oft keine stabile Absicherung. Zwar decken staatliche Systeme meist Grundrisiken wie Krankheit oder Unfall ab, doch bei der Altersvorsorge bleibt häufig nur ein schmales Polster.
Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung. Wer länger lebt, muss länger vorsorgen. Und genau hier beginnt die Rolle der Versicherer in der neuen Arbeitswelt.
Der Versicherer als stiller Partner
Versicherung wird im Podcast nicht als bürokratisches Pflichtprogramm beschrieben, sondern als Ermöglicher. Das Prinzip: Ein Teil des heutigen Einkommens, etwa aus Beratungs- oder Projektarbeit, wird angespart und später als regelmässige Rente zurückgezahlt, inklusive Verzinsung.
Der Unternehmer muss sich nicht täglich um Börsenkurse oder Zinskurven kümmern. Die Risiken werden ausgelagert. «Risikofinanzierung ohne Risiko», nennt Paul dieses Modell zugespitzt, aber klar in der Aussage.
Versicherung als Fundament der Solo-Ökonomie
Die neue Arbeitswelt lebt von Freiheit, Flexibilität und Eigenverantwortung. Doch ohne finanzielle Sicherheit bleibt diese Freiheit fragil. Versicherungen werden damit zu einer Art unsichtbarem Fundament: Sie ermöglichen es, selbstständig zu arbeiten, ohne existenzielle Angst vor Krankheit, Alter oder Einkommensausfällen.
So wird Versicherung nicht nur ein Produkt, sondern ein zentraler Baustein einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen ihr eigener Arbeitgeber sind und ein System für eine neue «Religion» der Selbstständigkeit.
Binci Heeb
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