Die Gruppe erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2026 Underlying Earnings von CHF 631.6 Mio., was einer annualisierten Rendite auf bereinigtem Eigenkapital von 18.7 Prozent entspricht, über der eigenen Zielbandbreite von 16 bis 18 Prozent für die Jahre 2026 bis 2028.
Das IFRS-Periodenergebnis fiel mit CHF 84.6 Mio. deutlich tiefer aus, was primär auf eine bereits angekündigte fusionsbedingte Abschreibung von CHF 671.7 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen ist und ohne Einfluss auf die Dividendenfähigkeit. Die Combined Ratio von 92.0 Prozent unterstreicht die Zeichnungsdisziplin, wobei in der Schweiz sämtliche Segmente unter 96.0 Prozent blieben. Für die Auguststurmschäden rechnet die Gruppe mit CHF 120 bis 140 Mio., die erst im zweiten Halbjahr verbucht werden.
Kapitalisierung und Synergien übertreffen Erwartungen
Mit einer geschätzten SST-Quote von rund 270 Prozent und dem S&P-Rating A+ bleibt die Kapitalbasis komfortabel. Bei den Synergien liegt Helvetia Baloise vor Plan: Bereits fast 50 Prozent des langfristigen Ziels von CHF 650 Mio. sind auf Run-Rate-Basis gesichert, weshalb die Jahresendprognose von 50 auf rund 60 Prozent angehoben wird. Die rechtliche Integration in der Schweiz ist abgeschlossen, in Deutschland laufen die Verkaufsstarts über Broker- und gebundenen Kanal.
Führungswechsel für Phase zwei
Zur Umsetzung der nächsten Integrationsphase schafft die Gruppe die neue Funktion des Chief Technology & Transformation Officer (CTTO), die Integration, Systemmigration, Technologie und KI unter einer Führung bündelt. Sandra Hürlimann, bisher CTO Schweiz, übernimmt die Rolle per 1. Oktober 2026 und zieht in die Konzernleitung ein. Michael Müller (Group Deputy CEO & Chief Integration Officer) und Alexander Bockelmann (Group CTO) verlassen die Konzernleitung per 30. September 2026, beide hatten die erste Integrationsphase massgeblich geprägt.
Am Montag folgt ein ausführliches Interview auf thebrokernews zu den Zahlen, etc.