Autorisierung in Sekunden statt Tagen

Two und Signicat, zwei norwegische Fintech-Unternehmen, lösen durch ihre Partnerschaft ein Problem, das das Wachstum des B2B-E-Commerce in der DACH-Region bisher gebremst hat: den Echtzeitnachweis, dass ein Käufer die Befugnis hat, im […]


Sven Richard Samdal, Head of Growth bei Signicat und Andreas Mjelde, Co-founder und CEO von Two.

Sven Richard Samdal, Head of Growth bei Signicat und Andreas Mjelde, Co-founder und CEO von Two.

Sven Richard Samdal, Head of Growth bei Signicat und Andreas Mjelde, Co-founder und CEO von Two.

Two und Signicat, zwei norwegische Fintech-Unternehmen, lösen durch ihre Partnerschaft ein Problem, das das Wachstum des B2B-E-Commerce in der DACH-Region bisher gebremst hat: den Echtzeitnachweis, dass ein Käufer die Befugnis hat, im Namen seines Unternehmens einzukaufen. Damit fällt eine der letzten analogen Hürden im digitalen B2B-Handel.

Im digitalen Handel lassen sich heute sowohl die Identität von Privatkunden als auch die Existenz und Bonität von Unternehmen automatisiert überprüfen. Dazwischen bestand jedoch bislang eine entscheidende Lücke: die verbindliche Bestätigung, dass eine konkrete Person tatsächlich befugt ist, für das Unternehmen zu handeln.

In der Praxis führte das zu manuellen Prozessen, Dokumentenaustausch und telefonischen Rückfragen, die sich teilweise über Tage hinzogen. Händler mussten entweder das Risiko eingehen oder den Verkauf abbrechen, was entsprechend negativen Folgen für Umsatz und Kundenerlebnis bedeutete. Gleichzeitig zeigt sich in Europa ein deutlicher Anstieg von Betrugsfällen, die genau diese Autorisierungslücke ausnutzen.

Identität und Zeichnungsberechtigung in einem Schritt

Die neue technische Infrastruktur verbindet persönliche Identitätsprüfung mit Registerabfragen in Echtzeit. Bei der Anmeldung wird daher nicht nur festgestellt, wer eine Person ist, sondern gleichzeitig, ob sie rechtlich berechtigt ist, für das Unternehmen Transaktionen durchzuführen.

Damit lässt sich unmittelbar klären, ob ein Käufer etwa ein Zahlungsziel über hohe Bestellwerte vereinbaren darf. Ein Prozess, der bisher Tage beanspruchte, reduziert sich auf wenige Sekunden.

Weniger Risiko, mehr Geschäft

Für Händler verändert sich damit sowohl die Risikosteuerung als auch die Vertriebsdynamik. Die Verifizierung erfolgt automatisiert und regulatorisch nachvollziehbar, wodurch Betrugspotenzial sinkt und Compliance-Anforderungen leichter erfüllt werden können. Gleichzeitig werden Bestellungen nicht mehr durch nachgelagerte Prüfungen ausgebremst.

Der Effekt zeigt sich direkt im Geschäft: weniger Kaufabbrüche, schnellere Entscheidungen und mehr Abschlüsse im Online-Kanal. Gerade im grenzüberschreitenden Handel, der bislang besonders stark unter Unsicherheit bei Zahlungszielen litt, wird Skalierung damit deutlich einfacher.

B2B-Checkout wird zum Consumer-Erlebnis

Für Einkäufer nähert sich der Prozess zunehmend dem gewohnten Ablauf aus dem Privatkundengeschäft an. Bestellung, Legitimation und Zahlungsziel erfolgen im selben Schritt, ohne separate Kreditanträge oder Vertragsabklärungen. Rechnungskauf im Geschäftsumfeld entwickelt sich damit funktional in Richtung eines sofortigen «Buy now, pay later», allerdings mit rechtlich geprüfter Vertretungsbefugnis.

Bedeutung für die DACH-Region

Gerade in der DACH-Region, in der der Handel traditionell stark auf Rechnung basiert, könnte diese Form der Echtzeit-Autorisierung den digitalen Vertrieb entscheidend beschleunigen. Mit dem Wegfall eines der letzten manuellen Prozesse wird B2B-E-Commerce strukturell skalierbarer und ein zentrales Wachstumshemmnis im europäischen Online-Handel verschwindet.


Tags: #Autorisierung #B2B-Checkout #B2B-E-Commerce #B2B-Handel #DACH #Fintech-Unternehmen #Sekunden #Signicat #Two #Zeichnungsberechtigung