Zwei Mal Gold für die Schweiz

Helvetia und Zurich gehören zu den Gewinnern der Qorus Innovation in Insurance Awards 2026 in A. Der Titel des «Transformative Innovator of the Year» geht an Ping An und das […]


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Helvetia und Zurich unter den Gewinnern der Quorus Innovation in Insurance Awards 2026.

Helvetia und Zurich unter den Gewinnern der Quorus Innovation in Insurance Awards 2026.

Helvetia und Zurich unter den Gewinnern der Quorus Innovation in Insurance Awards 2026.

Helvetia und Zurich gehören zu den Gewinnern der Qorus Innovation in Insurance Awards 2026 in A. Der Titel des «Transformative Innovator of the Year» geht an Ping An und das Gesamtbild zeigt vor allem eines: Ohne KI gewinnt man in diesem Jahr keinen Innovationspreis mehr.

Die Finanzdienstleistungsorganisation Qorus hat die Gewinner ihrer diesjährigen Innovation in Insurance Awards bekannt gegeben. 367 Projekte von 171 Institutionen aus 50 Ländern wurden eingereicht, ausgezeichnet wurde in zehn Kategorien. Die Auswahl erfolgte in einem Peer-Voting-Verfahren mit Stimmen von Tausenden Branchenfachleuten sowie einer Jury aus 58 Führungskräften grosser Versicherer.

Schweizer Doppelsieg bei KI und Operations

Helvetia holt Gold in der Kategorie «GenAI Innovation of the Year» für ihren AI Concierge. Auf den Plätzen folgen Discovery aus Südafrika und Optum aus Grossbritannien. Zurich Insurance gewinnt die Kategorie «Operations & Workforce Excellence» mit ZuriChat, vor Ping An Life Insurance und Bradesco Seguros aus Brasilien. Bemerkenswert: Beide Schweizer Auszeichnungen betreffen generative KI – einmal im Kundenkontakt, einmal im Arbeitsalltag der eigenen Belegschaft.

Ping An setzt die Messlatte

Zum «Transformative Innovator of the Year» kürte die Jury den chinesischen Konzern Ping An für seine Strategie «AI in ALL». KI ist dort von der Produktentwicklung über Vertrieb und Kundendienst bis zu Schadenbearbeitung und Compliance verankert und unterstützt inzwischen mehr als die Hälfte der relevanten Arbeitsplätze. Die Zahlen sind beeindruckend: 93 Prozent der Schadenfälle werden innert 60 Sekunden reguliert, die Genauigkeit der KI in der Schadenbearbeitung liegt bei 96 Prozent, und die Zeit bis zur Lancierung neuer Produkte sank von 32 auf 11 Tage. Silber ging an AIA aus Hongkong, Bronze an Generali.

Qorus-CEO John Berry sieht in den Einreichungen einen klaren Trend: KI sei inzwischen nahezu flächendeckend im Einsatz, bringe enorme Effizienzgewinne und ermögliche den fortschrittlichsten Häusern Lösungen, die bisher schlicht nicht machbar gewesen seien.

Europa stark vertreten

Auch jenseits der Schweiz dominieren europäische Versicherer die Rangliste. Generali Welion gewinnt mit ihrem Gesundheitsökosystem die Kategorie Customer Experience, SegurCaixa Adeslas die Produktkategorie mit einem Angebot für Seniorinnen und Senioren. Die polnische PZU überzeugte mit ihrem System i360 in der Kategorie «AI-enabled Innovation», während ERGO dort Silber für ein KI-gestütztes Microlearning-Angebot erhielt. In der Nachhaltigkeitskategorie siegte die französische Geoya mit einer Plattform für Klimarisiken. Den Insurtech-Award holte Klimber aus Argentinien für eine KI-Plattform, mit der Banken, Fintechs und Detailhändler Versicherungen in ihre digitalen Kanäle einbetten, vor dem belgischen Embedded-Insurance-Spezialisten Qover.

Was bleibt

Die Preisliste liest sich wie ein Inventar der KI-Anwendungen in der Versicherung: Chatbots, Schadenautomatisierung, Lernplattformen, eingebettete Produkte. Die spannendere Frage stellt sich allerdings erst nach der Preisverleihung – nämlich, wo der Mensch in diesen Prozessen noch entscheidet und wo er bloss noch abnickt. Sekundenschnelle Schadenregulierung ist ein starkes Versprechen. Ob sie auch im strittigen Einzelfall trägt, zeigt kein Award.


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