Velodiebstähle gehen leicht zurück: Schadenhöhe erreicht Rekord

In der Schweiz wurden 2025 etwas weniger Fahrräder gestohlen als im Jahr zuvor. Dennoch kostete ein Diebstahlfall die Versicherer so viel wie noch nie. Besonders hoch bleibt das Risiko in […]


Velodiebstähle gehen leicht zurück: Schadenhöhe erreicht Rekord.

Velodiebstähle gehen leicht zurück: Schadenhöhe erreicht Rekord.

Velodiebstähle gehen leicht zurück: Schadenhöhe erreicht Rekord.

In der Schweiz wurden 2025 etwas weniger Fahrräder gestohlen als im Jahr zuvor. Dennoch kostete ein Diebstahlfall die Versicherer so viel wie noch nie. Besonders hoch bleibt das Risiko in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn.

Mit dem Frühling beginnt auch wieder die Hochsaison für Velodiebstähle. Insgesamt zahlte die AXA Schweiz im vergangenen Jahr rund 21 Millionen Franken für gestohlene Fahrräder. Die Versicherung registrierte rund 9000 Fälle, dies sind zehn Prozent weniger als im Vorjahr.

Trotz des Rückgangs erreicht der durchschnittliche Schaden pro Diebstahl mit 2350 Franken pro Fall einen neuen Höchstwert. Vor zehn Jahren lag dieser Betrag noch bei etwa der Hälfte.

Der Hauptgrund dafür ist laut AXA die steigende Zahl teurer Fahrräder und insbesondere von E-Bikes. Wird ein solches gestohlen, kostet dies die Versicherung im Schnitt rund 3000 Franken.

Basel bleibt Velodiebstahl-Hochburg

Schweizweit war 2025 jeder 91. versicherte Haushalt von einem Velodiebstahl betroffen. Dies ist weniger als in den drei Jahren zuvor. Die Gründe für diesen Rückgang sind laut Versicherung unklar. Möglich seien bessere Sicherungsmassnahmen oder weniger Diebstähle.

Deutlich zeigen sich jedoch regionale Unterschiede. Basel-Stadt bleibt mit Abstand der Hotspot: Dort meldete jeder 27. Haushalt einen Velodiebstahl. Ebenfalls überdurchschnittlich hoch war das Risiko in Basel-Landschaft (jeder 41. Haushalt) und im Kanton Solothurn (jeder 57. Haushalt).

Am anderen Ende der Skala liegt das Tessin, wo nur jeder 535. Haushalt betroffen war. Das Risiko ist dort rund 20-mal geringer als in Basel-Stadt. Ebenfalls relativ tief ist die Quote in Nidwalden und im Wallis.

Mögliche Gründe für regionale Unterschiede sind laut AXA die Grenznähe, die organisierte Diebstahlbanden begünstigen kann, sowie Städte mit vielen Fahrrädern, die ein besonders grosses «Angebot» für Diebe bieten. Tatsächlich liegen acht der zehn grössten Schweizer Städte über dem nationalen Durchschnitt.

Wie sich Velofahrerinnen und Velofahrer schützen können

Mit einigen Vorsichtsmassnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Fahrräder sollten möglichst an abschliessbaren oder überwachten Orten abgestellt werden. Zusätzlich empfiehlt sich ein hochwertiges Schloss, mit dem der Rahmen an einem fest verankerten Objekt befestigt wird.

Wird ein Fahrrad dennoch gestohlen, sollte der Diebstahl rasch der Polizei gemeldet werden. Hilfreich sind Angaben wie Marke, Modell und Rahmennummer. Auch eine Registrierung oder Kennzeichnung des Fahrrads kann die Chancen erhöhen, es wiederzufinden.

Neben organisierten Diebstählen beobachtet die Versicherung auch viele Gelegenheitsdelikte, bei denen Fahrräder nur für kurze Strecken benutzt und später wieder abgestellt werden.

Versicherungsschutz

Velodiebstähle sind grundsätzlich über die Hausratversicherung gedeckt. Wird das Fahrrad allerdings unterwegs gestohlen, ist dafür die Zusatzdeckung «einfacher Diebstahl auswärts» erforderlich.


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