Die Vaudoise-Gruppe blickt auf ein aussergewöhnlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem konsolidierten Nettogewinn von 156,3 Millionen Franken erzielt der Versicherer ein historisches Ergebnis und steigert den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 16,7 Prozent. Getrieben wurde die Entwicklung vor allem durch das starke Nichtlebengeschäft, während das Eigenkapital erstmals die Marke von 2,6 Milliarden Franken überschritt.
Der Umsatz stieg um 5,7 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Franken. Besonders dynamisch entwickelte sich das Nichtlebengeschäft, das mit einem Ergebnis von 126,2 Millionen Franken den Löwenanteil zum Gesamterfolg beitrug. Die Prämien legten deutlich über Marktniveau zu, getragen von allen Regionen und Vertriebskanälen. Gleichzeitig verbesserte sich die Schadenbelastung, was sich in einer Combined Ratio von 96,4 Prozent widerspiegelt. Auch das Finanzergebnis entwickelte sich positiv und stützte die Profitabilität zusätzlich.
Im Lebengeschäft hingegen war ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Sowohl periodische als auch Einmalprämien gingen zurück, was zu einem insgesamt tieferen Prämienvolumen führte. Dennoch blieb das Finanzergebnis stabil.
Starke Kapitalbasis und höhere Ausschüttungen
Die solide Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in der Kapitalisierung wider. Das Eigenkapital stieg auf 2,66 Milliarden Franken, während der SST-Quotient auf komfortable 344 Prozent anwuchs. Vor diesem Hintergrund plant das Unternehmen, die Dividende für Namenaktien B auf 27 Franken zu erhöhen.
Gleichzeitig setzt die Gruppe ihre genossenschaftlich geprägte Strategie fort und beteiligt ihre Kundinnen und Kunden am Erfolg. In den Jahren 2026 und 2027 sollen insgesamt 40 Millionen Franken in Form von Prämienrabatten an Nichtleben-Versicherte zurückfliessen.
Strategische Weichenstellungen und Ausblick
CEO Jean-Daniel Laffely bezeichnet das Jahr 2025 als Meilenstein und sieht die Strategie des Unternehmens bestätigt. Mit der geplanten Mehrheitsübernahme der Procimmo Group will die Vaudoise ihre Diversifikation weiter vorantreiben und ihre Position im Bereich Immobilien-Asset-Management stärken.
Für 2026 erwartet die Gruppe eine Fortsetzung des Wachstumskurses. Im Fokus stehen dabei weiterhin eine disziplinierte Zeichnungspolitik, eine angemessene Tarifierung sowie die Kontrolle der Schadenentwicklung. Parallel dazu bleibt die Anlagestrategie breit diversifiziert und auf Stabilität ausgerichtet.