Der Versicherungsmakler und Beratungskonzern Aon hat im zweiten Quartal 2026 ein solides Wachstum verzeichnet. Der Gesamtumsatz stieg um 2 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar, organisch legte das Geschäft um 5 Prozent zu. Gleichzeitig konnte Aon seine operative Marge ausbauen: Die bereinigte operative Marge kletterte um 70 Basispunkte auf 28,9 Prozent.
«Unsere Ergebnisse im zweiten Quartal zeigen die Konsistenz unserer Umsetzung und die Stärke unseres Geschäftsmodells», sagt CEO Greg Case. Das Unternehmen führt den Erfolg auf robuste Kundennachfrage, KI-gestützte Analysefähigkeiten und die eigene «Aon United»-Strategie zurück.
Risk Capital treibt Wachstum
Das Risk-Capital-Segment, zu dem unter anderem die Vermittlung von Gewerbeversicherungen und Rückversicherungslösungen gehört, wuchs um 5 Prozent auf 3,0 Milliarden US-Dollar. Besonders stark entwickelten sich das US-Kerngeschäft in Sach- und Haftpflichtversicherungen sowie der Baubereich. Das Human-Capital-Segment ging dagegen um 4 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar zurück – bedingt durch den Verkauf des NFP-Wealth-Geschäfts im Vorjahr.
Kapitalrückführung an Aktionäre
Aon gab im Quartal 775 Millionen US-Dollar an seine Aktionäre zurück: 600 Millionen US-Dollar durch Aktienrückkäufe und 175 Millionen US-Dollar als Dividenden. Damit übertraf der Konzern sein Jahresziel von mindestens einer Milliarde US-Dollar an Rückkäufen bereits zur Jahresmitte.
Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 9 Prozent auf 3,81 US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Aon seine Prognose: ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich oder höher sowie eine weitere Margenausweitung.