Helvetia Baloise hat 2025 ein starkes erstes Jahr nach der Fusion gezeigt. Beide Unternehmen legten operativ zu, die Dividende soll steigen, und bis 2028 peilt der Konzern weiteres Gewinnwachstum, höhere Effizienz und milliardenschwere Ausschüttungen an.
Helvetia Baloise blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Die fusionierte Gruppe profitierte von einer verbesserten operativen Leistung, steigenden Margen und ersten realisierten Synergien. Konzernchef Fabian Rupprecht spricht von einem starken Jahr und betonte, dass Helvetia und Baloise rasch zusammengewachsen seien.
Bei Helvetia stiegen die Underlying Earnings um knapp 20 Prozent auf 633,4 Millionen Franken. Auch Baloise legte deutlich zu: Der um fusionbedingte Einmaleffekte bereinigte Aktionärsgewinn erreichte 570,6 Millionen Franken und lag damit ebenfalls fast 20 Prozent über dem Vorjahr.
Dividende steigt
Der Verwaltungsrat will der Generalversammlung für 2025 eine Dividende von 7,70 Franken je Aktie beantragen. Das entspricht einer gesamten Ausschüttung von 765,5 Millionen Franken und liegt 5,4 Prozent über der kombinierten Vorjahresdividende beider Gesellschaften.
Nichtleben als Gewinnmotor
Besonders stark entwickelte sich bei Helvetia das Nichtlebengeschäft. Das Volumen legte zu, zugleich verbesserte sich die Combined Ratio auf 93,1 Prozent. Treiber waren ein tieferer Schadensatz, mehr Underwriting-Disziplin und Effizienzgewinne. Die Underlying Earnings im Nichtleben stiegen auf 444,3 Millionen Franken.
Im Lebengeschäft blieb Helvetia auf Margendisziplin fokussiert. Zwar sank das Geschäftsvolumen, doch die Profitabilität verbesserte sich weiter. Die Underlying Earnings nahmen auf 287 Millionen Franken zu.
Auch bei Baloise zeigte sich vor der Fusion ein robustes Bild. Im Nichtleben stieg der EBIT dank einer verbesserten Combined Ratio auf 313,9 Millionen Franken. Das Lebengeschäft blieb profitabel, während Asset Management und Banking höhere Ergebnisbeiträge lieferten.
Über eine Milliarde Franken Gewinn auf Pro-forma-Basis
Auf kombinierter Pro-forma-Basis erzielte Helvetia Baloise 2025 Underlying Earnings von rund 1,03 Milliarden Franken bei einem Geschäftsvolumen von knapp 19,8 Milliarden Franken. Die Combined Ratio lag bei 92,8 Prozent. Damit wird sichtbar, welche Grössenordnung die neue Gruppe bereits heute erreicht.
Kapitalstark und gut bewertet
Die Gruppe sieht sich nach der Fusion hervorragend kapitalisiert. Die SST-Quote wird auf Pro-forma-Basis auf rund 260 Prozent geschätzt. Beide früher eigenständigen Gesellschaften verfügten ebenfalls über robuste Kapitalquoten. Zudem bestätigten die Ratingagenturen ihre guten Bewertungen: S&P vergab für die Gruppe ein A+, AM Best bestätigte für die Schweizer Gesellschaft ein a+.
Integration läuft nach Plan
Die Integration von Helvetia und Baloise verläuft laut Unternehmen planmässig. Bis Ende 2025 wurden bereits Synergien und Effizienzgewinne von 139 Millionen Franken auf Run-Rate-Basis realisiert. Bis Ende 2028 sollen 90 Prozent des Gesamtnutzens aus der Fusion erreicht sein.
In der Schweiz sollen erste gemeinsame Produkte im Juli 2026 auf den Markt kommen. Auch in Deutschland beginnt 2026 die sichtbare Marktintegration. Parallel dazu arbeitet die Gruppe an der Konsolidierung von Gesellschaften, Prozessen und IT-Systemen. Bis 2028 sollen die wichtigsten Systeme vernetzt und standardisierte Abläufe etabliert sein.
Neue Strategie bis 2028
Mit der neuen Konzernstrategie «Shared Momentum» definiert Helvetia Baloise die nächsten Schritte nach der Fusion. Im Zentrum stehen profitables Wachstum über stärkere Kunden- und Brokerbeziehungen, gezielte Expansion in margenstarken Feldern sowie mehr Effizienz durch einfachere Strukturen und standardisierte Prozesse.
Bis 2028 will die Gruppe den Gewinn je Aktie jährlich um 10 bis 12 Prozent steigern. Die Underlying Eigenkapitalrendite soll zwischen 16 und 18 Prozent liegen. Zudem plant Helvetia Baloise für die Jahre 2026 bis 2028 Dividendenausschüttungen von insgesamt mehr als 2,8 Milliarden Franken. Für 2029 stellt der Konzern eine Dividende je Aktie in Aussicht, die mehr als 50 Prozent über dem Niveau von 2025 liegen soll.
Ambitionierter Start in die neue Phase
Die neue Gruppe startet damit mit solidem Fundament in die erste volle Strategiephase nach der Fusion. Starke operative Resultate, eine höhere Dividende und ambitionierte Finanzziele sollen zeigen, dass Helvetia Baloise ihre neue Grösse rasch in profitables Wachstum und nachhaltige Wertschöpfung übersetzen will.