Ein neuer Report zeigt, wie Schweizer Banken in den Empfehlungen von ChatGPT, Gemini, Claude und Perplexity abschneiden und warum Google-Bewertungen dabei eine Schlüsselrolle spielen.
Der hypt Report Banking Switzerland 2026, erstellt in Zusammenarbeit mit der HES-SO, hat 2’489 Bankfilialen analysiert und einem systematischen Multi-LLM-Audit unterzogen. Im neu entwickelten KI-Sichtbarkeits-Score liegt die Zürcher Kantonalbank mit 96 Prozent an der Spitze, gefolgt von Raiffeisen (94 Prozent), Neon (91 Prozent), PostFinance (86 Prozent) und der Migros Bank (82 Prozent). Die UBS erreicht 68 Prozent. Der Score misst Häufigkeit der Nennung, Ranking-Position, Sentiment und Quellenautorität.
Vier KI-Systeme, vier Logiken
Die verschiedenen LLMs gewichten unterschiedliche Signale: Gemini setzt stark auf Google Reviews und lokale Daten, ChatGPT orientiert sich an Medien wie Handelszeitung und Moneyland, Perplexity reagiert auf tagesaktuelle Konditionen – was Neobanken begünstigt – und Claude lobt Kantonalbanken für ihre Stabilität und nennt Online-Bewertungen explizit als wichtigste Empfehlungsquelle.
Grosse Reputationslücke, grosses Potenzial
Zwei Drittel aller Filialen weisen weniger als 15 Google-Bewertungen auf, was zu wenig für eine belastbare KI-Empfehlung ist. Zudem erreichen nur rund 10 Prozent der Filialen die kritische 4,5-Sterne-Schwelle, ab der laut Verbraucherforschung 31 Prozent der Konsumenten ein Unternehmen überhaupt in Betracht ziehen. Dabei zeigt die Forschung: 94 Prozent der Kunden sind bereit, eine Bewertung abzugeben, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt darum gebeten werden.