Schweizer Hypothekarzinsen: Ist das die neue Normalität?

Die Hypothekarzinsen in der Schweiz bewegen sich auf tiefem Niveau mit leichtem Aufwärtstrend. Laut der aktuellen MoneyPark-Zinsprognose vom Juni 2026 sind die durchschnittlichen Richtsätze für Festhypotheken im laufenden Halbjahr nur […]


Wohnimmobilienmarkt gewinnt im zweiten Quartal 2026 spürbar an Fahrt.

Schweizer Hypothekarzinsen bewegen sich auf tiefem Niveau.

Schweizer Hypothekarzinsen bewegen sich auf tiefem Niveau.

Die Hypothekarzinsen in der Schweiz bewegen sich auf tiefem Niveau mit leichtem Aufwärtstrend. Laut der aktuellen MoneyPark-Zinsprognose vom Juni 2026 sind die durchschnittlichen Richtsätze für Festhypotheken im laufenden Halbjahr nur rund zehn Basispunkte höher als im zweiten Halbjahr 2025. Die Rückkehr zu den Tiefstzinsen der Vorjahre scheint damit vom Tisch.

Der starke Schweizer Franken schirmt die Schweiz weiterhin von bedeutenden Preisanstiegen ab. Anders als in Europa und den USA, wo der Konflikt im Iran und die Blockade der Strasse von Hormuz die Inflation spürbar angeheizt haben und die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen teilweise die Post-Covid-Höchststände übertreffen, bleibt die Inflation hierzulande deutlich unter einem Prozent. International hingegen mehren sich die Anzeichen für ein strukturell höheres Zinsumfeld: Geopolitische Spannungen, steigende Staatsverschuldung sowie hohe Investitionen in Infrastruktur und künstliche Intelligenz treiben die Preise. Davon kann sich die Schweiz auch mit einem starken Franken nicht vollständig abschirmen.

Saron als Warteraum

Während 10-jährige Festhypotheken mit rund 40 Prozent des gesamten Volumens die beliebteste Laufzeit bleiben, verzeichnen mittlere Laufzeiten Verluste zugunsten von Saron-Hypotheken. Diese werden im aktuellen Umfeld offenbar vermehrt als «Warteraum» in der Hoffnung genutzt, zu einem späteren Zeitpunkt in attraktivere Festhypotheken zu wechseln. Bei einem plötzlichen Zinsanstieg könnte das jedoch für manch einen Schuldner zum Problem werden.

Restriktive Kreditvergabe bleibt bestehen

Der Appetit der Hypothekargeber bleibt aufgrund teurer Refinanzierungen und knapper Spargelder verhalten. Gleichzeitig zieht das Margenumfeld alternative Kapitalgeber an und das Interesse von Pensionskassen steigt. MoneyPark erwartet, dass die Schweizerische Nationalbank SNB den Leitzins am 18. Juni 2026 bei null Prozent belässt und bis Jahresende unverändert lässt. Für die nächsten Monate wird entsprechend mit gleichbleibenden, allenfalls leicht höheren Zinsen gerechnet, begleitet von kleineren Schwankungen aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und volatiler Energiepreise.


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