Trotz Sorgenfalten: Die Schweiz vertraut auf sich selbst

Geopolitische Spannungen, steigende Gesundheitskosten, Klimawandel, die Sorge um die Altersvorsorge: die Liste der nationalen Ängste ist lang und in Umfragen bestens dokumentiert. Und doch zeigt eine repräsentative Studie von Sotomo […]


Trotz einiger Sorgenfalten blickt die Schweiz zuversichtlich nach vorne

Trotz einiger Sorgenfalten blickt die Schweiz zuversichtlich nach vorne.

Trotz einiger Sorgenfalten blickt die Schweiz zuversichtlich nach vorne.

Geopolitische Spannungen, steigende Gesundheitskosten, Klimawandel, die Sorge um die Altersvorsorge: die Liste der nationalen Ängste ist lang und in Umfragen bestens dokumentiert. Und doch zeigt eine repräsentative Studie von Sotomo im Auftrag von Helvetia ein anderes Bild: 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung blicken zuversichtlich auf ihr persönliches nächstes Jahr. Der Widerspruch zwischen kollektiver Sorge und individuellem Optimismus ist mehr als eine Randnotiz, er sagt etwas Grundsätzliches darüber aus, woraus Menschen tatsächlich Kraft schöpfen.

«Studien zu den Sorgen der Schweizer Bevölkerung gibt es viele. Gemeinsam mit Helvetia haben wir den Blickwinkel bewusst umgedreht und wollten wissen, wie es um die Zuversicht der Menschen steht», erklärt Michael Hermann von Sotomo. Befragt wurden 1866 Erwachsene in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz zwischen dem 9. und 18. Juni 2026. Das Geschlecht spielt für die Zuversicht kaum eine Rolle, das Alter dagegen schon: Während 76 Prozent der Unter-50-Jährigen positiv in die nahe Zukunft schauen, sind es bei den über 65-Jährigen 86 Prozent. Auch das Einkommen prägt die Grundstimmung deutlich: bei einem Äquivalenzeinkommen unter 4000 Franken liegt die Zuversicht bei 69 Prozent, oberhalb von 6000 Franken bei 89 Prozent. Zwischen den Sprachregionen zeigt sich ebenfalls ein Gefälle: 82 Prozent in der Deutschschweiz stehen 73 Prozent in der Romandie gegenüber.

Nähe und Sicherheit als Fundament

Woraus speist sich diese Zuversicht konkret? An erster Stelle stehen zwischenmenschliche Beziehungen: Freundschaften, Partnerschaft und Familie werden von rund der Hälfte der Befragten genannt. Fast gleichauf folgen Gesundheit, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die finanzielle Sicherheit. «Unsere Studie zeigt, dass Zuversicht nicht im luftleeren Raum entsteht, sondern dort wächst, wo Menschen Halt, Nähe, Ermutigung sowie finanzielle Sicherheit erleben», so Markus Bucheli, Head of Marketing & Market Communication bei Helvetia Schweiz.

Lebensziele: viel Hoffnung, aber auch klare Zweifel

98 Prozent der Befragten verfolgen konkrete Lebensziele: gesund alt werden steht mit 77 Prozent an der Spitze, gefolgt von Reisewünschen, Familie, der grossen Liebe, Fitness und finanziellem Wohlstand. Bei der Frage, ob diese Ziele auch erreichbar scheinen, zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Familie und Ehe geniessen mit rund 80 Prozent hohes Vertrauen, während gesundes Altern (45 Prozent) und finanzieller Wohlstand (43 Prozent) deutlich skeptischer beurteilt werden. Als grösste Hindernisse gelten fehlende finanzielle Mittel und Faktoren, die sich schlicht nicht beeinflussen lassen, wie Gesundheit und Schicksal. 82 Prozent halten finanzielle Mittel für eine wichtige Voraussetzung, um ihre Lebensziele zu erreichen, wobei jüngere Befragte diesem Faktor noch mehr Gewicht beimessen als ältere.

Unterschiedlicher Druck zwischen den Geschlechtern

Bei Finanzen und Wohneigentum setzen sich Männer mit 54 zu 46 Prozent häufiger unter Druck als Frauen. Umgekehrt verhält es sich bei beruflichen Zielen: Hier spüren Frauen mit 50 Prozent stärkeren Druck als im Finanzbereich. «Ein beruflicher Neuanfang, eine Familie gründen, der Kauf von Wohneigentum oder frühzeitig in Rente zu gehen, das sind Momente, die wir unseren Kundinnen und Kunden ermöglichen wollen. Dafür betrachten wir Versicherung, Vorsorge, Vermögen und Eigenheim ganzheitlich», sagt Simon Weiner, Leiter Vertriebsverbund & Marktbearbeitung von Helvetia Schweiz.

Was die Studie letztlich offenlegt, ist eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen medial verstärkter Sorge und gelebter Alltagszuversicht. Die Schweizer Bevölkerung sorgt sich um grosse, oft unkontrollierbare Themen. Sie vertraut aber gleichzeitig auf das, was sie selbst gestalten kann: Beziehungen, Gesundheit, finanzielle Vorsorge.


Tags: #Alltagszuversicht #Fundament #Hoffnung #Nähe #Sicherheit #Sorgenfalten