Zum 150. Jubiläumsjahr setzt Pax auf Nähe, Innovation und ein klares Bekenntnis zur zweiten Säule. Im Zentrum stehen ein wachsendes Vorsorgeprodukt, neue Serviceansätze und die Balance zwischen Rendite und Sicherheit. Am Tag der offenen Tür gab es einen Blick die Kulissen der Pax.
Der Anlass zeigte bewusst mehr als Produkte: Er brachte Broker, Management und Innendienst zusammen. Denn Vorsorge bleibt nicht nur im Verkauf ein «People Business», sondern auch in den internen Abläufen. Der direkte Austausch soll Prozesse verständlicher machen und die Zusammenarbeit vertiefen.
Wachstum und attraktivere Konditionen
Wie Nicolas Ketterer, Leiter Produktmanagement BV bei Pax erklärte, hat sich die hybride Lösung «DuoStar» in fünf Jahren stark entwickelt: über 2’000 Versicherte, stabile Kennzahlen und ein gesunder Bestand. Diese Basis erlaubt nun ein deutlich attraktiveres Pricing, welches sich in vielen Fällen bis zu 20 Prozent günstiger zeigt.
Gleichzeitig bleibt der zentrale Vorteil dieser Summe aus Teilautonomie plus Vollversicherung bestehen: Die Kombination aus Marktchancen und Sicherheit. Rund die Hälfte des Altersguthabens bleibt garantiert, während der restliche Teil am Kapitalmarkt partizipiert.
Mehr Flexibilität bei der Risikoprüfung
Mit zunehmender Reife der Sammelstiftung Balance wurden auch die Annahmerichtlinien gelockert. Eine stabile Altersstruktur ermöglicht heute, insbesondere bei älteren Versicherten, mehr. Ergänzt wird dies durch ein neues Überschussmodell, das bei guten Risikoverläufen höhere Verzinsungen ermöglicht.
Sicherheit als strategische Entscheidung
Die Geschäftsführerin der Stiftung Balance, Lien Nguyen, rückt ein oft unterschätztes Thema in den Fokus: die Wertschwankungsreserve. Sie fungiert als finanzieller Puffer gegen Marktschwankungen und bestimmt massgeblich die Stabilität einer Vorsorgeeinrichtung.
Entscheidend ist dabei nicht nur die Mathematik, sondern auch das Sicherheitsbedürfnis des Stiftungsrats. Faktoren wie Altersstruktur, Cashflow und Flexibilität bestimmen, wie gut sich eine Kasse nach Krisen erholen kann. Bei Balance führt dies trotz relativ hoher Aktienquote zu einem moderaten Zieldeckungsgrad von rund 113 Prozent und ist ein bewusst gewählter Mittelweg zwischen Risiko und Stabilität.











Langfristigkeit schlägt Volatilität
Auf die Frage nach Marktschwankungen bleibt die Botschaft klar: Vorsorge ist ein langfristiges Geschäft. Kurzfristige Volatilitäten, wie sie gerade aktuell zu beobachten sind, sind eingepreist. Entscheidend ist die Fähigkeit zur Erholung. Für Versicherte bedeutet das vor allem eines: angespartes Kapital bleibt geschützt, auch in turbulenten Phasen.
Service als Differenzierungsfaktor
Neben Produkten rückt der Service stärker in den Fokus. Digitale Tools, Portale und neue Angebote wie Personalorientierungen sollen die Vorsorge verständlicher machen und Broker entlasten. Gleichzeitig zeigt der Blick in den Kundenservice: Schnelligkeit, Erreichbarkeit und direkte Kommunikation werden bewusst als Wettbewerbsvorteil ausgebaut.
Ein Rundgang durch einzelne Büros wurden einzelne Mitarbeitende vorgestellt und gezeigt, was diese täglich leisten. Für die anwesenden Broker ein willkommener Moment, einmal die Gesichter hinter den Namen zu treffen.
KI als nächster Entwicklungsschritt
Auch künstliche Intelligenz hält Einzug in die Vorsorgewelt. Von der Analyse komplexer Dossiers bis hin zur Unterstützung in der Beratung ist sie von grossem Nutzen. Die zentrale Erkenntnis ist und bleibt jedoch, dass nicht die Technologie allein entscheidet, sondern ihr Zusammenspiel mit menschlicher Expertise.
Drei klare Botschaften zum Schluss
Zum Abschluss unterstreicht Peter Kappeler, CEO, drei Punkte: Broker bleiben der wichtigste Vertriebskanal, die zweite Säule ist Kerngeschäft und kontinuierliche Investitionen in Systeme, Prozesse und Produkte sollen die Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.
Die Richtung ist klar: Vorsorge wird digitaler, aber bleibt vor allem eines: ein Vertrauensgeschäft zwischen Menschen.
Binci Heeb
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