Marktführer AXA legt solide Jahreszahlen in der beruflichen Vorsorge vor, doch der dramatische Anstieg psychisch bedingter Invaliditätsfälle überschattet die erfreuliche Bilanz.
Die AXA Berufliche Vorsorge verzeichnet für 2025 ein Prämienvolumen von CHF 810 Mio. Dies entspricht einem Plus von CHF 5 Mio. gegenüber Vorjahr. Mit rund 432’000 aktiv Versicherten ist damit fast jede zehnte arbeitnehmende Person in der Schweiz bei der AXA versichert. Das Betriebsergebnis vor Steuern beläuft sich auf CHF 92 Mio., die Kosten pro aktiv versicherter Person blieben mit CHF 377 konstant. Die Ausschüttungsquote im der Mindestquote unterstellten Geschäft lag bei 90.3 Prozent.
Psychisch bedingte IV-Fälle explodieren
Deutlichen Schatten wirft die Risikoentwicklung: Bei der AXA sind die neuen IV-Fälle zwischen 2021 und 2025 um 36 Prozent gestiegen. Jene Fälle mit psychischen Ursachen legten im gleichen Zeitraum sogar um 78 Prozent zu. Inzwischen entfallen 47 Prozent der Rückstellungen für neue IV-Fälle auf psychisch bedingte Erkrankungen – über CHF 220 Mio. Jürgen Scharfetter, Leiter Berufliche Vorsorge, spricht von einer alarmierenden Entwicklung und betont die Notwendigkeit, Prävention, Fallmanagement und Reintegration konsequent zu verknüpfen. Die AXA verfolgt diesen Ansatz mit ihrem Angebot «WeCare».
Starke Anlageergebnisse trotz volatiler Märkte
Erfreulich entwickelte sich das Anlagegeschäft: Die AXA Sammelstiftungen erzielten 2025 eine Rendite von bis zu 7.7 Prozent und ermöglichten dank breiter Diversifikation eine Verzinsung von bis zu 5.5 Prozent – über dem Marktdurchschnitt. Das für Drittkunden verwaltete Vermögen wuchs um rund 7 Prozent auf CHF 56 Mia.