Trotz rückläufigem Prämienvolumen legt Helvetia im Kollektivleben-Geschäft operativ, dank mehr Versicherten, höheren Kapitalerträgen und einem ausgebauten Überschussfonds, deutlich zu.
Helvetia Versicherungen steigerte das Gesamtergebnis in der beruflichen Vorsorge per 31. Dezember 2025 auf CHF 68.4 Mio. Dies ist ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr (CHF 61.9 Mio.). Der anhaltende Trend zu teilautonomen Lösungen drückt das Prämienvolumen von CHF 1’828 Mio. auf CHF 1’693 Mio., doch operativ zeigt sich das Unternehmen in guter Verfassung: Der Betriebsaufwand pro aktiv versicherte Person sank um mehr als 15 Prozent auf CHF 361 (Vorjahr: CHF 426).
Mehr Versicherte, bessere Kapitalerträge
Die Zahl der aktiv versicherten Personen wuchs um 7 Prozent auf 240’693. Besonders dynamisch entwickelte sich die teilautonome Sammelstiftung BVG Invest mit einem Versichertenwachstum von 21 Prozent. Zum 1. Januar 2026 zählte sie bereits über 20’000 Versicherte und ein Stiftungsvermögen von über CHF 2 Mia. Auf der Kapitalseite stieg die Netto-Rendite auf 2.2 Prozent (Vorjahr: 1.9 Prozent), die Nettokapitalerträge auf CHF 335 Mio. (Vorjahr: CHF 296 Mio.). Im Marktvergleich des Schweizerischen Versicherungsverbands behauptet Helvetia den zweiten Platz nach Prämienvolumen.
Invalidisierungstrend belastet den Risikoprozess
Der zunehmende Invalidisierungstrend – insbesondere durch psychische Erkrankungen – hat sich 2025 weiter akzentuiert und bleibt eine strukturelle Herausforderung für die gesamte Branche.
Überschussfonds um 25 Prozent aufgestockt
Im der Mindestquote unterstellten Geschäft betrug die Ausschüttungsquote 90.5 Prozent (Vorjahr: 90.6 Prozent). Den obligatorischen Guthaben wurden 1.25 Prozent, den überobligatorischen 1.5 Prozent gutgeschrieben. Der Überschussfonds wurde um 25 Prozent auf CHF 209.2 Mio. erhöht und stärkt damit die Basis für eine langfristig nachhaltige Überschussbeteiligung.