Hagelschlag trifft Autos: Vaudoise rechnet mit über 2000 Schadenfällen

Der Hagelsturm vom 28. August 2026 hat in den Regionen Aarau, Olten, Solothurn und Zürich eine Spur zerbeulter Karosserien hinterlassen. Die Vaudoise rüstet sich für einen Grosseinsatz. Mehr als 650 […]


Die Expertise-Zentren werden so nah wie möglich am Ort des Wetterereignisses eingerichtet.

Die Expertise-Zentren werden so nah wie möglich am Ort des Wetterereignisses eingerichtet.

Die Expertise-Zentren werden so nah wie möglich am Ort des Wetterereignisses eingerichtet.

Der Hagelsturm vom 28. August 2026 hat in den Regionen Aarau, Olten, Solothurn und Zürich eine Spur zerbeulter Karosserien hinterlassen. Die Vaudoise rüstet sich für einen Grosseinsatz.

Mehr als 650 beschädigte Fahrzeuge sind bei der Vaudoise bereits gemeldet worden, wenige Tage nach dem Unwetter. Die Versicherung geht davon aus, dass sich diese Zahl in den kommenden Tagen auf über 2000 Fälle mehr als verdreifachen wird. Der geschätzte Schadenwert: CHF 10 Millionen. Zahlen, die deutlich machen, mit welcher Wucht die Hagelkörner am 28. August auf Blech und Glas niedergingen.

Mobile Expertise statt langer Wartezeiten

Um der Flut an Meldungen Herr zu werden, setzt die Vaudoise auf mobile Expertise-Einheiten, die dort aufgebaut werden, wo der Schaden entstanden ist. Statt Kundinnen und Kunden quer durchs Land zu schicken, kommen die Gutachterinnen und Gutachter in die betroffenen Regionen. Das Kalkül dahinter: kürzere Wege, schnellere Begutachtung, weniger Frust bei ohnehin schon verärgerten Fahrzeughalterinnen und -haltern.

Gérard Nerny, Leiter der Dienststelle Autoexpertisen, bringt die Strategie auf den Punkt: Die Nähe zu den Kunden habe oberste Priorität, weshalb die Expertise-Zentren so nah wie möglich am Ort des Wetterereignisses eingerichtet würden – zeitnah und mit dem Anspruch einer optimalen Organisation. Es ist eine Logistikübung, die zeigt, dass Kundennähe im Schadenfall keine Worthülse bleiben muss, sondern sich in der Praxis an der Postleitzahl misst.

So läuft die Schadenmeldung

Betroffene können ihren Hagelschaden entweder direkt bei ihrer Agentur oder über vaudoise.ch melden. Im Anschluss erhalten sie einen Link, über den sie einen Termin zur Begutachtung ihres Fahrzeugs vereinbaren können – ein pragmatischer, digitalisierter Prozess, der die Terminvergabe entzerren soll, bevor sich die Warteschlangen vor den Expertise-Zentren bilden.

Ob am Ende tatsächlich 2000 oder mehr Fahrzeuge betroffen sein werden, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Fest steht schon jetzt: Der Hagel vom 28. August war kein gewöhnliches Sommergewitter, sondern ein handfester Stresstest für die Schadenorganisation der Schweizer Autoversicherer.


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