Der aktuelle Mind Health Report der AXA zeigt: Psychische Erkrankungen bleiben in der Schweiz weit verbreitet und immer mehr Betroffene wenden sich für Unterstützung an KI-Tools statt an Fachpersonen.
Von den 1000 in der Schweiz befragten Personen gab jede vierte an, unter einer psychischen Erkrankung zu leiden, am häufigsten Depressionen (12 %) und Angststörungen (9 %). Besonders stark betroffen ist die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen mit 39 Prozent. Dieser Wert ist gegenüber dem Vorjahr (38 %) stabil geblieben. Etwas erfreulicher sieht es bei den 25- bis 44-Jährigen aus, wo sich die mentale Gesundheit im Jahresvergleich leicht verbessert hat.
Zukunftsängste und Bildschirmzeit belasten die Psyche
Als häufigste Belastungsfaktoren nennen die Befragten die Ungewissheit über die Zukunft (43 %), finanzielle Sorgen und Arbeitsmarktverunsicherung (42 %) sowie negative Medienberichterstattung und soziale Unruhen (je 35 %). Jede vierte Person sieht zudem soziale Medien als Beeinträchtigung ihrer psychischen Gesundheit. Zwei von drei Befragten nehmen die negativen Auswirkungen ihrer Bildschirmzeit auf den Alltag wahr, bei den 18- bis 24-Jährigen sind es sogar 93 Prozent. Am häufigsten leidet darunter die Schlafqualität (44 %), gefolgt von Konzentration (42 %) und körperlicher Aktivität (39 %).
KI statt Therapeut: eine wachsende Tendenz
Nicht alle Betroffenen suchen professionelle Hilfe: 45 Prozent halten diese für nicht notwendig, 35 Prozent schrecken die Kosten ab. Stattdessen setzen viele auf künstliche Intelligenz. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 %) nutzt KI-Anwendungen regelmässig oder gelegentlich für mentale Gesundheitsthemen. Hauptsächlich dienen sie der Informationssuche zur eigenen psychischen Gesundheit (37 %), der Suche nach Ratschlägen zur Unterstützung anderer (36 %) sowie der Ermittlung von Selbsthilfemassnahmen (33 %).
Die AXA Mind Health Study 2026 wurde in Zusammenarbeit mit Ipsos durchgeführt. Befragt wurden rund 19’000 Personen aus 18 Ländern, davon 1’000 in der Schweiz.