Wohnen bleibt grösster Streitpunkt

Eine aktuelle Auswertung der AXA-ARAG zeigt: In der Schweiz entstehen die meisten Rechtsstreitigkeiten rund ums Wohnen. Regionale Unterschiede und altersabhängige Muster geben zudem Einblick, wo und warum Konflikte besonders häufig […]


Die meisten Rechtsstreitigkeiten entstehen rund ums Wohnen.

Die meisten Rechtsstreitigkeiten entstehen rund ums Wohnen.

Die meisten Rechtsstreitigkeiten entstehen rund ums Wohnen.

Eine aktuelle Auswertung der AXA-ARAG zeigt: In der Schweiz entstehen die meisten Rechtsstreitigkeiten rund ums Wohnen. Regionale Unterschiede und altersabhängige Muster geben zudem Einblick, wo und warum Konflikte besonders häufig eskalieren.

Mit rund 46 Prozent entfällt der grösste Anteil aller Rechtsfälle auf den Bereich Wohnen. Dazu zählen insbesondere Streitigkeiten im Miet-, Nachbar- und Baurecht sowie Konflikte rund um Verträge und Persönlichkeitsrechte. Häufig geht es um Mietzinsanpassungen, aber auch Nachbarschaftskonflikte oder Baueinsprachen führen regelmässig zu juristischen Auseinandersetzungen.

An zweiter Stelle folgt der Bereich Mobilität mit 18,5 Prozent. Hier stehen vor allem Verkehrsunfälle, Bussen oder Probleme beim Kauf von Occasionsfahrzeugen im Fokus. Auch arbeitsrechtliche Streitigkeiten machen mit 17 Prozent einen bedeutenden Anteil aus, beispielsweise bei Kündigungen oder bei der Anfechtung von Arbeitszeugnissen. Die übrigen Fälle betreffen überwiegend gesundheits- oder familienrechtliche Fragestellungen.

Jüngere häufiger involviert – Ältere mit komplexeren Fällen

Besonders häufig nehmen Personen zwischen 18 und 39 Jahren rechtliche Unterstützung in Anspruch. Diese Altersgruppen machen jeweils rund 32 Prozent der Fälle aus. Dahinter folgen die 40- bis 49-Jährigen mit 29 Prozent.

Der Eindruck, dass jüngere Menschen konfliktreicher sind, relativiert sich jedoch bei genauerer Betrachtung. Sie sind häufiger von typischen Streitfeldern wie Mietverhältnissen oder Fahrzeugkäufen betroffen. Ab dem 50. Lebensjahr nimmt die Anzahl der Fälle zwar ab, dafür steigen Komplexität und Streitwerte deutlich an, was sich in höheren Kosten niederschlägt.

Westschweiz und Zürich als Hotspots

Regional zeigen sich klare Unterschiede. Die meisten Rechtsstreitigkeiten verzeichnet die Westschweiz mit rund 29 Prozent, dicht gefolgt von Zürich mit 27 Prozent. In der Ostschweiz liegt die Fallhäufigkeit bei etwa 24 Prozent, während Bern mit 21 Prozent etwas darunter bleibt.

Am wenigsten Konflikte gibt es im Tessin mit lediglich 18 Prozent. Eine mögliche Erklärung liegt in der Bevölkerungsdichte: In dichter besiedelten Regionen mit intensiver Bautätigkeit entstehen häufiger Konflikte als in weniger dicht besiedelten Gebieten.

Mehr Streit vor Ferien und Jahresende

Auffällig ist zudem ein saisonales Muster. Im Juni registriert die Versicherung rund 1000 zusätzliche Fälle im Vergleich zu anderen Monaten. Auch gegen Jahresende steigt die Zahl der Streitigkeiten deutlich an. Offenbar versuchen viele Versicherte, offene Konflikte vor den Sommerferien oder vor Abschluss des Jahres zu klären.

Frühe Absicherung bleibt entscheidend

Die Analyse unterstreicht, dass rechtliche Konflikte in vielen Lebensbereichen entstehen können, besonders jedoch im Alltag rund ums Wohnen. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig abzusichern, um im Konfliktfall kompetent begleitet zu werden.


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