Eigenmietwert-Aus bremst Hypothekarmarkt

Die Abschaffung des Eigenmietwerts ab dem Steuerjahr 2029 dürfte den Schweizer Hypothekarmarkt spürbar verändern. Laut einer repräsentativen Umfrage von MoneyPark und Helvetia plant rund jede vierte Wohneigentümerin beziehungsweise jeder vierte […]


Eigenmietwert-Aus bremst Hypothekarmarkt: Jede vierte Person plant Amortisation.

Eigenmietwert-Aus bremst Hypothekarmarkt: Jede vierte Person plant Amortisation.

Eigenmietwert-Aus bremst Hypothekarmarkt: Jede vierte Person plant Amortisation.

Die Abschaffung des Eigenmietwerts ab dem Steuerjahr 2029 dürfte den Schweizer Hypothekarmarkt spürbar verändern. Laut einer repräsentativen Umfrage von MoneyPark und Helvetia plant rund jede vierte Wohneigentümerin beziehungsweise jeder vierte Wohneigentümer, die bestehende Hypothek teilweise oder vollständig zurückzuzahlen. Damit könnte das Wachstum des Hypothekarmarkts in den kommenden Jahren deutlich gebremst werden.

Vor der Volksabstimmung vom September 2025 hatten noch 34 Prozent der Befragten angegeben, ihre Hypothek im Fall einer Abschaffung des Eigenmietwerts amortisieren zu wollen. Nach dem Ja an der Urne liegt dieser Anteil nun bei 27 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil jener, die keine Rückzahlung planen, auf 29 Prozent gestiegen.

Auffällig sind die regionalen Unterschiede: Während in der Deutschschweiz die Rückzahlungsabsichten deutlich zurückgingen, zeigen sich Eigentümerinnen und Eigentümer in der Westschweiz weiterhin amortisationsfreudig. Dort ziehen 31 Prozent eine teilweise oder vollständige Rückzahlung in Betracht. In der Deutschschweiz liegt dieser Wert bei 25 Prozent.

Milliardenbeträge könnten zurückfliessen

Sollten die angekündigten Rückzahlungen tatsächlich umgesetzt werden, könnten laut Berechnungen von MoneyPark in den ersten fünf Jahren nach der Reform zwischen 30 und 80 Milliarden Franken an Hypotheken amortisiert werden.

Das hätte direkte Auswirkungen auf den Markt: Das bisherige jährliche Wachstum des Hypothekarvolumens von rund drei Prozent beziehungsweise knapp 40 Milliarden Franken könnte dadurch teilweise kompensiert werden. Experten rechnen deshalb mit einer spürbaren Verlangsamung des Hypothekarmarkts.

Banken könnten Refinanzierung verlieren

Neben dem geringeren Wachstum könnte die Entwicklung auch Auswirkungen auf die Banken haben. Werden Hypotheken mit vorhandenen liquiden Mitteln zurückbezahlt, verlieren Banken gleichzeitig Kundeneinlagen, die bislang zur Refinanzierung der Hypotheken genutzt wurden.

Besonders rückzahlungswillig zeigen sich laut Umfrage die 30- bis 60-jährigen Hypothekarnehmenden. Über die finanziellen Mittel für grössere Amortisationen verfügen hingegen vor allem Personen im Rentenalter oder kurz davor.


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