Kunst am Kipppunkt

Helvetia und Baloise zeigen ab diesem Herbst in Basel zwei Ausstellungen, die das Vertraute auf den Kopf stellen: Im Helvetia Art Foyer wird der Alltag unheimlich, im Kunstforum Baloise Park […]


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Ausstellungsansichten «Twilight Zones – Kippmomente des Vertrauten», Helvetia Art Foyer, 2026, Foto: Viktor Kolibàl.

Zwei Ausstellungen in Basel, die das Vertraute auf den Kopf stellen.

Zwei Ausstellungen in Basel, die das Vertraute auf den Kopf stellen.

Helvetia und Baloise zeigen ab diesem Herbst in Basel zwei Ausstellungen, die das Vertraute auf den Kopf stellen: Im Helvetia Art Foyer wird der Alltag unheimlich, im Kunstforum Baloise Park die Stadt zur Projektionsfläche. Beide laden dazu ein, genauer hinzuschauen.

Das Unheimliche beginnt selten im Fremden. Meist entsteht es dort, wo etwas Vertrautes plötzlich nicht mehr eindeutig ist. Genau diesem Moment widmet sich «Twilight Zones – Kippmomente des Vertrauten» im Helvetia Art Foyer. Rund zwanzig Kunstschaffende, darunter Tracey Moffatt, Candida Höfer, Thomas Ruff, Uwe Wittwer, Daniel Karrer, Dimitra Charamandas und collectif_fact, zeigen nächtliche Landschaften, rätselhafte Formen und menschenleere Räume. Sie liefern Andeutungen und Spuren, aber keine fertigen Geschichten. Den Rest erledigt das Kopfkino der Besucherinnen und Besucher.

Die Ausstellung beruft sich auf Sigmund Freud: Unheimlich wird es, wenn die Wirklichkeit ihre Verlässlichkeit verliert. Man könnte ergänzen, dass dies auch das Kerngeschäft der Versicherungsbranche ist. Dass ausgerechnet ein Versicherer die Leerstellen zwischen Gewissheit und Vorstellung ausstellt, hat durchaus seinen Reiz.

«Twilight Zones» ist vom 29. Oktober 2026 bis 25. Februar 2027 jeweils donnerstags von 16 bis 20 Uhr geöffnet, am 24. und 31. Dezember bleibt das Foyer geschlossen. An der Museumsnacht Basel vom 22. Januar 2027 ist das Helvetia Art Foyer unter dem Motto «Zwischen Groove und Grusel» dabei. Mehr hier.

Die Stadt als Bühne

Im Kunstforum Baloise Park erhalten Nachwuchskuratorinnen und -kuratoren die Chance, eigene Konzepte mit professioneller Unterstützung umzusetzen. Diesmal ist es Marius Quiblier, der Malereien aus der Baloise-Firmensammlung mit Arbeiten eingeladener Kunstschaffender kombiniert. Im Zentrum steht die Stadt als gebauter, wahrgenommener und sich wandelnder Raum. Manche Werke zeichnen die Konturen erkennbarer Umgebungen nach, in anderen werden Gebäude zu Projektionsflächen. Was sie verbindet, ist der Blick auf Strukturen, Architekturen und die Geschichten hinter den Fassaden.

Anselm Stalder, Ohne Titel, 1982, Acyl auf Leinwand, Helvetia Kunstsammlung.

Die Ausstellung läuft vom 23. November 2026 bis 21. Mai 2027, wochentags von 8 bis 16 Uhr. Die Vernissage findet am Donnerstag, 26. November 2026 statt, Kurator Marius Quiblier begrüsst um 19 Uhr. Das Rahmenprogramm ist hier zu finden.


Tags: #Ausstellungen #Helvetia Art Foyer #Kunst #Kunstforum Baloise Park